Cosima Magdalena Göpfert

Landesstipendium für Bildende Kunst 2019 für Cosima Göpfert
Die Verschiebung der Wahrnehmung

@ Daniel Güth

04.09.1981
in Apolda geboren

2000 - 2004
Grafische Ausbildung und Arbeit als Grafikerin im Werbebereich, Regensburg & Ingolstadt

2004 - 2005
Künstlerische Mentorenschaft bei Gerhard Jürgen Blum Kwiatkowski, Hühnfeld

2005 - 2012
Aufnahme des Kunststudiums an der Burg Giebichenstein, Halle/Saale

Wechsel an die Bauhaus-Universität Weimar, dort Hinwendung zum Porzellan als Medium

Studium der Freien Kunst bei Naomi T. Salmon und Norbert W. Hinterberger

Studium des Gymnasial-Lehramts für Kunst & Geschichte

2012
Diplom Freie Kunst & Erstes Staatsexamen

Freischaffende Künstlerin

2013
Mitglied des BBK und Verbands Bildender Künstler Thüringen

lebt und arbeitet in Bechstedtstraß / Weimarer Land

Jurybegründung

Geboren 1981 in Apolda, absolvierte Cosima Göpfert zunächst eine Ausbildung zur Grafikerin in Regensburg und Ingolstadt. 2005 folgte ein Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar, welches sie 2012 mit einem Diplom abschloss. Gleichzeitig erhielt sie das Erste Staatsexamen für Kunst und Geschichte, nachdem sie 2008 zusätzlich ein Studium zur Historikerin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena aufgenommen hatte. Seither ist sie als freischaffende Künstlerin und Grafikerin tätig.

Ihre bis heute entstandenen Arbeiten widmen sich dem Porzellan als Material. Mal arbeitet sie dabei konzeptuell, mal bewusst konkret-konstruktiv. Trotz technischer und fachlicher Erfahrungen ist der Produktionsprozess bei Porzellan oftmals nicht genau abschätzbar. Umso bemerkenswerter sind ihre bisherigen Werke, die durch die serielle Aneinanderreihung von in den Raum hineingreifenden und in ihrer Form wiederkehrenden Porzellanelementen bestechen, die allesamt handgefertigt wurden. Dabei experimentiert Göpfert mit Kontrasten zwischen Hell und Dunkel sowie Licht und Schatten. Seit 2016 erarbeitet sie objekthafte Relieftafeln, deren einzelne Elemente aus diesen sich seriell wiederholenden Formen bestehen. Jedes Einzelteil wird von der Künstlerin selbst entworfen, gegossen und gebrannt. Durch das Hineingreifen in den Raum gehen sie einen direkten Dialog mit dem Betrachter ein. Politische Themen stoßen dabei ebenso auf ihr Interesse wie das aktuelle Zeitgeschehen, wenn sie beispielsweise einen kritischen Blick auf die Debatten um neueste multimediale Kommunikationsmittel und die damit einhergehende Überwachungsproblematik wirft.

Neben der künstlerischen Qualität und ihrer Materialbeherrschung überzeugte die Jury ihr konsequenter Ansatz einer kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer bisherigen Formensprache aus wiederkehrenden Porzellan-Elementen. Es geht der Künstlerin darum, die Spielweise der Reliefteile mit Licht und Schatten weiter auszureizen sowie eingehender mit Beleuchtung und auch mit Farbe zu experimentieren. Ihr vorrangiges Ziel ist dabei das Ausloten neuer gestalterischer Möglichkeiten für die Umsetzung auf großen Flächen. Einen besonderen Reiz stellt dabei das Entwickeln neuer Formen, deren Zusammensetzung und Wirkung dar. Mit dem Einsatz von Porzellan steht die Künstlerin zudem in einer Thüringer Tradition und strebt dabei auch die Zusammenarbeit mit Manufakturen wie Weimarer Porzellan oder Kahla Porzellan an.

Kevin Berz M.A.
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